Kühlmittel-Prüfgeräte Unterscheidung und Anwendung

wir möchten Sie gerne über die verschiedenen gängigen Möglichkeiten aufklären, die Konzentration eines Kühlmittels zu testen.

Wird bei einem kompletten Tausch oder der Auffüllung des Kühlmittelsystems ein fertig gemischtes Kühlmittel verwendet, ist das Mischungsverhältnis in der Regel exakt und muss nicht nachgemessen werden. Wird jedoch das Mischungsverhältnis zwischen Kühlmittelkonzentrat und Wasser vor Ort selbst hergestellt, kann es zu einer Abweichung in der Konzentration kommen. Insbesondere beim Auffüllen des Kühlsystems nach einem Kühlmittelverlust ist es nicht unüblich, dass nur unvermischtes Wasser oder Konzentrat hinzugegeben wird. In welchem Mischungsverhältnis sich das Kühlmittel dann befindet, ist oft unklar. Sowohl unsere qualitativ hochwertigen Konzentrate als auch die zugehörigen Fertigmischungen zeichnen sich neben der Frostschutzwirkung noch durch viele weitere wichtige Merkmale aus. Diese sind unter anderem ein optimierter Korrosionsschutz, eine hohe Beständigkeit gegen Kavitation und eine hohe Alterungsstabilität. Bei einem falschen Mischungsverhältnis können diese Vorteile nicht vollständig oder sogar gar nicht erbracht werden. Um zu prüfen, ob es sich um ein korrektes Mischungsverhältnis handelt, ist es notwendig die verschiedenen Messmethoden zu kennen.

Messung mittels Prüfspindel

Bild 1: Anwendung Prüfspindel
Bild 1: Anwendung Prüfspindel

Als Messgerät kommt hier eine Spindel zum Einsatz, die den Auftrieb des untersuchten Kühlmittels in Abhängigkeit der Dichte misst (siehe Bild 1). Ändert sich das Mischungsverhältnis von Kühlmittelkonzentrat und Wasser, ändert sich auch die Dichte und somit der Auftrieb der Flüssigkeit. Die Prüfspindel verfügt über eine Skala, die in Abhängigkeit des gemessenen Auftriebs den Gefrierpunkt in °C anzeigt. Dazu muss jedoch die Spindel für die üblichen Dichtebereiche des Kühlmittels ausgelegt sein und kann daher nur eine Aussage über Kühlmittel treffen, die auf demselben Konzentrat basieren. Dies ist der größte Nachteil dieser einfachen Prüfmethode, da beispielsweise Kühlmittel auf Monoethylenglykol-Basis und solche auf Monopropylenglykol-Basis auch unterschiedliche Spindeln zur Prüfung bedingen. Anhand einer Tabelle kann aus der Skala die Konzentration des Kühlmittels abgelesen werden. (siehe Tabelle 1)

Messung mittels Refraktometer

Das Refraktometer als Messinstrument bedient sich des Prinzips der Lichtbrechung. Hier wird das Kühlmittel zwischen zwei Prismen gegeben und anschließend einer Lichtquelle ausgesetzt (siehe Bild 2). Während die Lichtbrechung der Prismen bekannt ist, beeinflussen nur das Kühlmittel und dessen Mischung die Brechung des Lichts. Das gebrochene Licht wird auf eine Skala geworfen, auf der der Frostschutz in °C beim Blick in das Okular ablesbar ist. Das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Konzentrat ergibt sich aus der Skala unter Zuhilfenahme der Tabelle 1. Der Vorteil des Refraktometers ist, dass in der Regel auf einem Handrefraktometer mehrere Skalen abgebildet sind, die jeweils für eine spezifische Flüssigkeit konzipiert sind. So ist es nicht unüblich, dass mit einem Refraktometer neben Kühlmitteln auf Monoethylenglykol-Basis auch Monopropylenglykol-basierte Kühlmittel, Scheibenreiniger und sogar Batteriesäure geprüft werden können.

Tabelle 1: Frostschutz in Abhängigkeit des Mischungsverhältnisses*

Anteil des Kühlmittelkonzentrats in der Mischung [vol%] Typischer Gefrierschutz von Kühlmitteln auf Monoethylenglykol-Basis [°C] 
 30 -17
35 -22
40 -27
45 -35
50 -42

*Der Frostschutz hängt nur vom Monoethylenglykol-Anteil ab und kann nicht durch Additivierung verbessert werden.


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