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Digitalisierung in der Landwirtschaft - eine unterschätzte Branche

Wenn man in den letzten Monaten und Jahren von der fortschreitenden Digitalisierung, Start-Ups und Plattformen gehört hat, ging es meist um die Industrie- und Dienstleistungssektoren (z.B. Finanz- und Bankenbereiche). Selten war etwas über die "alten" Branchen wie Land- und Forstwirtschaft dabei.

Diese beiden unterschätzen Bereiche gelten leider im Volksmund immer noch als "hinter dem Mond". Oft wird das Wort "Bauer" fälschlicherweise sogar als Schimpfwort für einen altmodischen Menschen benutzt. Doch gerade in diesem Bereich hat sich, unter dem Radar der Medien, erstaunliches entwickelt. Viele Betriebe sind nach dem Generationenwechsel in Händen der Töchter & Söhne und werden nun als moderne Betriebe geführt. Viele unter Ihnen sind Agrar-Ökonomen mit einem Diplom oder Diplom-Forstwirte. Die immer schneller werdende Digitalisierung hat auch in diesen beiden Bereichen nicht Halt gemacht. Im Gegenteil, gerade in diesen beiden Bereichen hat man enorm investiert und so viele gute Ansätze und Wege zur optimalen Umsetzung der Anforderungen, die sich aus der modernen Welt ergeben, umgesetzt. Vom Säen, Düngen bis zur Fütterung ganzer Viehherden gibt es die unterschiedlichsten und sinnvollsten Einsatzmöglichkeiten der Digitalisierung. So kann man mit dem optimalen Einsatz von Computersystemen, z.B. punktgenau düngen oder Tiere nach deren Energiebedarf füttern. Damit schont man Ressourcen, Zeit, Geld und die Umwelt.

Auch im Vertrieb der erwirtschafteten Waren/Produkte kann man die Digitalisierung zum Vorteil einsetzen. Neue Vertriebskanäle werden getestet und bringen somit ganz neue Absatzmöglichkeiten für die Land- und Forstwirte.

 

Die Möglichkeiten scheinen wie in allen anderen Branchen unendlich groß zu sein. Dies ist sicherlich richtig und es ist nur eine Frage der Zeit, wann man um diesen Schritt zu mehr digitaler Technik nicht mehr herum kommt.

 

Werfen wir einen Blick über den großen Teich: In den USA haben große Plattformen den Kampf um die wertvollen Daten (BIG Data) bereits begonnen. So hat der Agrar-Riese Monsanto (Fusion mit Bayer AG liegt auf dem Tisch) und Google hier den Markt schon fest im Visier. Nicht umsonst hat Bayer vor kurzem sein sehr grosses Interesse an der Fusion mit Monsanto bekundet. Der Kaufpreis lag dabei in Milliarden-Höhe.

 

Der europäische Markt ist noch nicht so hart umkämpft, doch dies ist nur eine Frage der Zeit.

 

Die Land- und Forstwirte sollten sich also genau über die Möglichkeiten in diesen Bereichen erkundigen und den Markt beobachten. Die Gefahr, dass große Konzerne Agrar-Plattformen auf den Markt bringen und somit die Landwirte zu "Vertragsbauern"* degradieren ist nicht von der Hand zu weisen. Auch die Gefahren des Datenmissbrauches und eines "gläsernen Bauern" sind die Kehrseite der Medaille.

 

Sieht man also die Vorteile und kann diese optimal nutzen und achtet gleichzeitig auf die Entwicklungen auf dem Markt und die Nutzung der Daten, so ist die Digitalisierung eine große Chance für die Land- und Forstwirtschaft.

 

Sinnvoll ist es, Plattformen zu entwickeln, die ähnlich wie die "Farmers Business Network" (FBN) in den USA von den Farmen ins Leben gerufen wurden. Dadurch behält man die Kontrolle über die weiteren Entwicklungen.

 

Wir werden dies weiter sorgsam beobachten und Sie regelmäßig über Entwicklungen informieren, denn bereits heute setzt jeder dritte Landwirtschaftsbetrieb digitale Techniken ein und die Zahl steigt stetig.


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